Wie man die richtige Notfalltasche auswählt – Größe und Strategie je nach Haushalt
Bei der Auswahl eines Überlebensrucksacks ist es wichtig zu verstehen, dass ein einziger Rucksack für die ganze Familie oft unpraktisch und zu schwer zum Tragen ist. Am besten verteilt man Gewicht und Funktionen auf mehrere Rucksäcke.
1. Eine Person (Individuelle Vorsorge)
- Empfohlene Größe: 30–45 Liter
- Tipp: Wählen Sie einen bequemen, ergonomischen Rucksack. Da Sie alles selbst tragen müssen, sind bequeme Schultergurte und eine gute Rückenstütze unerlässlich. Alle benötigten Utensilien für 72 Stunden sollten in diesen einen Rucksack passen.
- Empfehlung: 72-Stunden-Notfallrucksack
2. Zwei Personen (Paar oder zwei Erwachsene)
- Empfohlene Größe: Zwei separate Rucksäcke mit einem Volumen von 30–40 Litern
- Tipp: Verteilen Sie die Ausrüstung nach Funktion. Beispielsweise trägt eine Person Lebensmittel, Wasser und Ausrüstung für die Unterkunft, während die andere den Erste-Hilfe-Kasten, Dokumente, Kommunikationsmittel und Werkzeug mitführt. So ist sichergestellt, dass beide Personen auch im Falle einer Trennung zumindest einen Teil der wichtigsten Ausrüstung bei sich haben.
- Empfehlung: 72h PRO Notfallrucksack
3. Familie mit kleinen Kindern (3–4 Personen)
- Empfohlene Größe: 2 größere (40–55 Liter) Rucksäcke für Erwachsene + kleinere (15–25 Liter) Rucksäcke für jedes Kind
- Tipps:
- Rucksäcke für Erwachsene: Sollte die gesamte gemeinsam genutzte Ausrüstung enthalten (Zelt, zusätzliches Essen/Wasser, Dokumente, Werkzeug).
- Kinderrucksäcke: Packt leicht! Kinder können ihre persönlichen Sachen (ein Kuscheltier, Malutensilien), Wechselkleidung und eine kleine Portion haltbare Lebensmittel (z. B. Energieriegel) selbst tragen. Die Taschen sollten nicht zu schwer sein, damit die Kinder nicht ermüden.
- Prioritäten: Besonderes Augenmerk sollte auf Säuglingsnahrung, Windeln, eventuell benötigte Medikamente und Kuscheltiere gelegt werden.
- Empfehlung: 72-Stunden-Familien-Notfallrucksack
4. Größere Familie (5 oder mehr Personen)
- Empfohlene Größe: Ein individueller Rucksack (30–45 l) pro Erwachsenem und Jugendlichem + kleine Taschen für Kinder
- Tipp: Ein detaillierter Verteilungsplan ist unerlässlich. Sie können “spezielle” Rucksäcke erstellen:
- Hauptrucksack: Dokumente, Bargeld, Karten, Funkgerät, allgemeiner Erste-Hilfe-Kasten
- Proviantrucksack: Alle Lebensmittel- und Wasserfilter
- Schutz-/Wärmerucksack: Zelt, Schlafsäcke, Kleidung
- Empfehlung: 72-Stunden-Familien-Notfallrucksack
Wichtige Merkmale, auf die Sie bei jeder Notfalltasche achten sollten
Unabhängig von der Größe sollten Sie bei der Wahl Ihrer Tasche folgende Faktoren berücksichtigen:
- Haltbarkeit: Die Tasche sollte aus robustem, wasserabweisendem Material (z. B. Nylon) gefertigt sein.
- Komfort: Auch voll beladen sollte die Tasche angenehm zu tragen sein. Achten Sie auf Modelle mit breiten, gepolsterten Schultergurten und einem Hüftgurt, die das Gewicht auf die Hüften und nicht nur auf die Schultern verteilen.
- Organisation: Zahlreiche Taschen und Fächer erleichtern das Auffinden von Gegenständen und den schnellen Zugriff auf die wichtigsten Utensilien (z. B. Wasser oder eine Taschenlampe).
- Farbe: Während helle Farben leichter zu erkennen sind, ist eine dezente Farbe (Grau, Grün, Schwarz) möglicherweise die bessere Wahl, wenn Sie unauffällig bleiben möchten.

























































